Wissen über komplexe Produkte
Immer stärker differenzierte Märkte, die Umkehrung von Verkäufer-
zu Käufermärkten, kürzere Produktzyklen und sich schnell
ändernde Produktvarianten werfen ihren Schatten auf die Erstellung
und Wartung von Software zur Unterstützung von Vetriebs- und Produktionsprozessen.
Deklarative Wissensrepräsentation ist in diesem Zusammenhang der
Schlüssel zum Erfolg. Diesem Ansatz folgend werden Eigenschaften
von komplexen Produkten nicht mehr in prozeduralem Code abgebildet –
es erfolgt eine strikte Trennung zwischen der Repräsentation der
Eigenschaften eines Produktes und Methoden zur Berechnung und Überprüfung
von für den Kunden geeigneten Lösungsvorschlägen. Anbieter
definieren Produkteigenschaften in Form von Regeln, ohne den Code zur
Überprüfung dieser Regeln zu implementieren. Zum Beispiel definieren
Computeranbieter Regeln bzgl. der Kombinierbarkeit bestimmter Bauteile,
Banken definieren Regeln bzgl. der erwarteten Rendite des Kunden und der
dafür notwendigen Risikobereitschaft. Ändern sich Produkteigenschaften,
bewirkt dies keinerlei Änderung im Code zur Überprüfung
dieser Eigenschaften.
Die o.a. Regeln werden auch als Business Rules bezeichnet. Typische Ausprägungen
sind die folgenden:
- Filter-Bedingungen: bestimmte vom Kunden gewählte Eigenschaften
grenzen den Umfang der für den Kunden relevanten Produkte ein. Schließt
der Kunde z.B. risikoreiche Investmentprodukte aus, so können dem
Kunden in der Regel keine Aktienfonds angeboten werden.
- Kompatibilitäten/Inkompatibilitäten: bestimmte Eigenschaften
schließen bestimmte andere Eigenschaften aus. Wenn der Kunde wenig
Risikobereitschaft zeigt, so ist eine hohe Rendite für seine Investition
nicht möglich.
Lösungen die den definierten Business Rules genügen, können
dem Kunden vorgeschlagen werden. In der Regel gibt es eine Menge von Produkten,
die für den Kunden geeignet sein können (z.B. unterschiedliche
Fonds). Es gilt nun, die möglichen Vorschläge zu bewerten. Zu
diesem Zweck kann eine sog. Nutzwertanalyse eingesetzt werden, die für
jeden einzelnen Produktvorschlag einen entsprechenden Nutzwert für
den Kunden bestimmt. Die errechneten Nutzwerte werden gereiht und in dieser
Reihenfolge dem Kunden präsentiert.
Modellierung des Produktwissens
Die effiziente Unterstützung der Entwicklung und Wartung von Wissensbasen
ist eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen für den erfolgreichen
Einsatz von Beratungsanwendungen. Die Aktualität des Beratungsprozesses
ist durch laufende Pflege der dem System zugrundeliegenden Wissensbasis
sicherzustellen. Um diese Pflege effektiv zu unterstützen ist es
notwendig, Fachsbereichsexperten in die Lage zu versetzen, die Wissensbasis
selbstständig auf den neuesten Stand zu halten. In diesem Zusammenhang
haben sich grafische Ansätze zur Modellierung der Wissensbasis als
vorteilhaft erwiesen. Die ConfigWorks Lösungen beinhalten eine intuitive
grafische Oberfläche zur Modellierung und Wartung von Produktwissensbasen.
Was können Sie von uns erwarten?
Lösungen von ConfigWorks dienen der Erstellung und Wartung von
Produktwissensbasen. Sie basieren auf einer intuitiven grafischen Oberfläche,
die Fachbereichsexperten in die Lage versetzt, Wissensbasen selbstständig
zu entwickeln und zu warten. Um den Grad der Kundenakzeptanz der Beratungsapplikation
testen zu können, werden Komponenten zur Verfügung gestellt,
die eine Auswertung von Benutzerinteraktionen unterstützen (z.B.
Statistiken über Verweilzeiten auf Beratungsseiten oder besonders
oft verletzte Business Rules). Diese ConfigWorks Komponenten basieren
auf Erfahrungen aus kommerziellen Software- und Forschungsprojekten der
letzten zehn Jahre.
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